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Saisonverlauf

10. Spieltag: VfL Osnabrück – RB Leipzig 3:2

Fanblock

Ein kleiner Reisebericht. Vom Ruhrpott nach Niedersachsen.

Wie Bolle freute ich mich (wer ist eigentlich immer dieser Bolle), als der DFB den 10. Spieltag terminierte. Just an jenem We der KW38 wollten wir ohnehin zu meinen Schwiegereltern nach Hamburg reisen und uns am Wochenende das Derby HSV gegen Werder Bremen anschauen. Da auch Osnabrück im Rahmen einer halbwegs nahen Auswärtsreise lag, kollidierten beiden Termine natürlich. Umso freudiger mein Empfinden, als der DFB das Spiel unserer Roten Bullen auf Freitag, den 20.09.2013, 19.00 Uhr legte und das Nordderby auf den Samstag, 15.30 Uhr.

Dann ging’s los im Köpfchen, woher Karten bekommen. Natürlich schaute ich zuerst beim VfL auf deren Homepage vorbei, die haben ja ein Ticketing. Und siehe da, das klappt auch noch. Nunja, leider nur bis zu dem Punkt, wenn man wirklich die Plätze auswählen will. Gästekarten können nur über die Ticketstellen von RB Leipzig abgerufen werden. Schade, es wäre auch zu einfach gewesen. Meinereiner also direkt Kontakt mit Enrico aufgenommen und angefragt, wie man in Essen an Karten käme, denn ein Besuch in LE war bis dato noch nicht wieder geplant. Enrico erhielt Auskunft vom RBL, dass ich mir die Karten online beim VfL beziehen kann. Nunja, wie wir wissen, geht das ja nicht. Enrico wusste das, ich wusste das, der VfL wusste das, aber leider der RBL nicht …

Enrico war dann so nett, sich diesbezüglich direkt mit dem Fanbeauftragten abzustimmen und gab mir dann die Info, dass wir die Karten auch direkt vor Ort beziehen können und ausreichend Platz für uns da wäre. Super, dann kann’s ja losgehen.

Gegen 16.00 Uhr machte ich mich auf den Weg nach Dortmund, um dort meine Freundin vom Büro einzusammeln und dann ging es weiter nach Osnabrück. Unsere übliche Strecke ab Dortmund nach Hamburg, die uns eh immer über Osnabrück führt. Normal braucht man da ca. 1,5 Stunden, wenn man bissl Stau mitrechnet. Hat auch diesmal super gepasst. Kurz auf die A2, dann A1 bis Osnabrück, unterwegs nochmal schnell den Guido von der LVZ und seinen 7er Beamer überholt, dann waren wir 18.30 Uhr auf dem Parkplatz.

Da die erste Verwunderung, nur ein paar Autos? Sind wir richtig? Nachfragen, ja, das sei ein gemischter Parkplatz und dort hinten geht’s zum Stadion.

Und los ging die Wanderung inmitten der Fans vom VfL, die, wie wir erst später nach dem Spiel feststellten, doch in sehr hoher Anzahl mit dem Rad anreisten. Von Fantrennung auch dort keine Spur. Aber hat auch keinen gejuckt, ganz entspannter Spaziergang.

Angekommen am Stadion, Karten kaufen, kurzer Plausch mit Enrico und ab zum Einlass. Da wurde unsereiner so gefilzt, wie nie zuvor, nicht mal in der Bundesliga, sämtliche Taschen ausleeren, ich hab schon erwartet, dass ich mich ausziehen soll. Der Einsatz ist ja aller Ehren wert, aber selbst beim Hochsicherheitsspiel tags drauf in Hamburg, wurde ich nicht so “durchwühlt” wie in Osnabrück. Rückblickend kann man sagen, so wurde ich noch nie in der Bundesliga kontrolliert. Hier ist Osnabrück also schon reif für die ChampionsLeague.

Also jetzt rein, pinkeln gehen und dann kurz nach Anpfiff im Stadion. Kurze Verwunderung, nanu, wir führen ja noch gar nicht 1:0, was’n da los?

Wir wollten nun zu unseren Sitzplätzen, sollten durch ein Tor, keiner da. Also selbstständig durchgegriffen und von der anderen Seite geöffnet, hat keinen gejuckt, weiter zum nächsten Tor. Da kam dann jemand, guckte verwirrt und meinte hier durch und dann dort hoch. Endlich angekommen. Nanu, keiner da. Nur zwei Osnabrücker im Leipziger Sitzplatzblock und wir beiden. Schnuckeliges Stadion.

Zum Spiel bleibt mir nur soviel zu sagen:

Alex Zorniger spricht in der PK davon, aufgrund der langen Kerls bei Osnabrück nicht zuviel mit langen und vor allem nicht mit hohen Bällen arbeiten zu wollen. Außerdem die These in der PK nicht in Konter laufen zu wollen und auch mal nur n Punkt mitzunehmen. In der 1. Halbzeit alles super, uns geht’s gut. Wir machen n gutes Spiel, führen 2:1.

Wohin nun was essen? Wieder durch die Tore zu dem einen einzigen Stand für Gäste wollte wir nicht, einfach zuviel Gedränge. Auf der Tribüne war ja alles offen, also hin zu den Osnabrückern. Wir also schön mit Schal etc. mitten in die Osnabrücker rein und uns ne leckere Wurst und was zu trinken geholt. Uns über gute saubere WCs gefreut, anders als die Dixies im Gästebereich. Komfortechnisch war die Wahl der Tribüne 1A, auch von der Sicht her.

Von dieser super Aussicht aus erlebten wir dann auch wieder Halbzeit 2. Nach den ersten Chancen für den VfL erwähne ich beiläufig, dass die nicht so ne Scheiße spielen sollen und das 3:1 machen, bevor es im eigenen Kasten klappert. Wenn die sich eins fangen, dann wird’s am Ende eng, sage ich. Und was passiert …

Die Mannschaft kommt abklatschen und sich bedanken, der Metzger reckt seinen Daumen zu mir hoch, als ich von der Tribüne runter applaudiere. Schönes Spiel, scheiß Ergebnis.

Zurück zum Auto, wieder in den Massen der VfL-Fans. Vorher noch kurz Robert getroffen, wieder n Plausch mit Enrico und ab ins Auto.

Über das Spiel in Hamburg schreibe ich jetzt nichts, denn dagegen war das vom RBL ein 5-Gänge-Menü …

Und hier das Drama in zwei Akten zum nochmal mitleiden: