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Achtelfinale Wernesgrüner Sachsenpokal: Bischofswerdaer FV 08 – RB Leipzig

BERLIN, BERLIN, WIR FAHREN NACH BERLIN!

Ach nee, das war ja was anderes! Oder doch nicht?! Wenn man es ganz genau nimmt, dann nicht. Denn um die Möglichkeit zu haben, nach Berlin zu fahren, d.h. zum DFB-Pokalfinale, muss man erst einmal für die Teilnahme an selbigem Wettbewerb qualifiziert sein. Und das geht für DIE ROTEN BULLEN aktuell nut über den Gewinn des Wernesgrüner Sachsenpokals! DIE ROTEN BULLEN, als aktuelle Titelverteidiger, steigen morgen wieder ins Geschehen ein.

Am Buß- und Bettag geht es im Achtelfinale um 13.00 Uhr in der Holzwaren-Simundt-Kampfbahn in Bischofswerda gegen den Bischofswerdaer FV 08. Doch wer ist dieser Bischofswerdaer FV 08, wo kommt er her und wo will er hin?

Am 14. Juli 1908 wurde der FC Germania 08 Bischofswerda gegründet. Zwei Jahre später erfolgte die Gründung des Sportlust 1910 Bischofswerda. Im 1919 fusionierten diese beiden Vereine und bildeten bis zum Zweiten Weltkrieg den Sportverein 08 Bischofswerda. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden alle bürgerlichen Vereine aufgelöst. Als Ersatz wurde die Sportgemeinschaft (SG) Bischofswerda gegründet. Mit der politischen Wende in Ostdeutschland fiel die ökonomische Grundlage der BSG fort, aber es konnten wieder bürgerliche Vereine gegründet werden. Im Zuge der Abwicklung des Trägerkombinats wurde der FV Fortschritt Bischofswerda gegründet, der am 21. Mai 1991 seinen heutigen Namen (Bischofswerdaer Fußballverein 1908 e.V.) erhielt. Sportlich agierte man in der Spielzeit 1990/91 in der Nordstaffel der NOFV-Liga und scheiterte dort nur knapp an der Qualifikation zur gesamtdeutschen 2. Bundesliga. Die folgenden drei Jahre spielte man beständig in der Spitze der Oberliga Nordost Staffel Süd. Im Jahr 1994 qualifizierte sich der BFV für die neu geschaffene Regionalliga Nordost. Diese wurde jedoch erst durch die Insolvenz des direkten Konkurrenten 1. FC Markkleeberg möglich. Nach einem 12. Platz in der Spielzeit 1994/95 erfolgte in der Folgesaison der Abstieg in die Oberliga Nordost Staffel Süd. In den folgenden Jahren belegte der Verein in dieser Liga (mit Ausnahme der Saison 1996/97) Spitzenplätze, konnte den Wiederaufstieg jedoch nicht realisieren. Durch die Regionalligareform vor der Saison 2000/01 wurde auch die Oberliga Nordost Staffel Süd sportlich aufgewertet. Aufgrund dessen stieg der Verein als Tabellenvorletzter in die Landesliga Sachsen ab. Nach dem Wiederaufstieg im Jahre 2002 in die Landesliga Sachsen erzielte der BFV als Aufsteiger einen respektablen 9. Tabellenplatz. Bereits ein Jahr später erfolgte jedoch der erneute Abstieg in die Bezirksliga. In dieser belegte man in der Saison 2006/07 den zweiten Tabellenplatz und verpasst somit den direkten Wiederaufstieg. Sportlicher Höhepunkt der Saison war dabei das Erstrundenaus im Sachsenpokal beim Regionalligisten Dynamo Dresden, welches als Flutlicht-Abschiedsspiel für das Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion vor 10 000 Zuschauern zelebriert wurde. Die Saison 2007/08 beendete der BFV auf den 11. Platz der Bezirksligatabelle. Der Klassenerhalt wurde dabei erst im letzten Saisonspiel sichergestellt, als Patrick Herrmann in der zweiten Minute der Nachspielzeit das 2:1-Siegtor gegen Dynamo Dresden III erzielte. Im April 2008 erfolgte die Trennung von Trainer Fred Wonneberger. Für ihn wurde der ehemalige Spieler und aktuelle sportliche Leiter Steffen Schmidt als Interimstrainer eingesetzt. Zur Saison 2008/09 wurde der frühere DDR-Auswahlspieler Matthias Müller mit dem Trainerposten betraut. In seiner dritten Spielzeit als Trainer führte Müller den BFV in der Saison 2010/11 zum Bezirksmeistertitel und dem damit verbunden Aufstieg in die Landesliga Sachsen.

Wie wird Chefcoach Peter Pacult gegen den Sechstligisten spielen lassen? Wer wird spielen? Werden evtl. gar Nachwuchstalente getestet? Läuft die Siegermannschaft vom letzten Wochenende auf?

Man könnte jetzt viele Hypothesen aufstellen. Der Peter is eh immer für ne Überraschung gut und wird eine zu 100% fitte und angemessene Bullenherde auf die Weide schicken, die in Bischofswerda dem Gegner das Fürchten lehren werden. Auch wenn es jetzt sehr hochnäsig klingt, aber wir hier in Leipzig diskutieren nur über die Höhe des Sieges. Alles andere wäre auch inakzeptabel. Mal angesehen davon, dass bisher alle Pflichtspiele in der Fremde ausnahmslos gewonnen wurden.

Bischofswerda erwartet ca. 2.000 Zuschauer. Mmh, ist das nicht n bissl wenig? Es ist Feiertag und wer weiß, vielleicht rücken auf einmal 18.000 Leipziger an. Gut, wird wohl eher nicht passieren, aber es könnten durchaus vierstellige Scharen an Fans hinpilgern. Wenn das Wetter mitspielt spricht nichts gegen einen kleinen Fußballausflug am Feiertag.

Also Jungs und Mädels, Mütter und Väter, Omis und Opis, auf geht’s nach Bischofswerda. Lasst uns unsere ROTEN BULLEN gemeinsam nach vorne treiben und uns gemeinsam an einem schönen Fußballnachmittag erfreuen!

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